Viel Bewegung macht schlau
Grundschule Harsum erhält Zertifikat als „Sportfreundlichen Schule"
Harsum (htw). Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde die Grundschule Harsum erstmals für hervorragende Leistungen und besonderes Engagement in der Bewegungsförderung durch vielfältige Sport- und Fitnessangebote vom niedersächsischen Kulturminister und vom Landessportbund als „Sportfreundliche Schule" ausgezeichnet. Das Zertifikat überbrachten Dezernentin Gudula Rehkate und der Fachberater für Schulsport von der Landesschulbehörde, Benno Janot, an Schulleiterin Elisabeth Paetow im Beisein der Fachkonferenzleiterin Beke Malke und „Cheftrainerin" Nicoletta Stamme. Janot betonte bei der Übergabe, dass Sport und Bewegung nicht nur den Körper gesund erhält, sondern auch dem Kopf zum besseren Lernen zu Gute kommt. Sport produziere auch weniger Stress und eine bessere Laune. Beste Voraussetzungen für den guten Schulsport seien die schulnahe Turnhalle und die Kleinschwimmhalle sowie der tolle Schulsportplatz. Lobenswert sei auch die kooperative Zusammenarbeit im sportlichen Bereich mit dem SC Harsum, der durch Jugendleiter Jörg Steinfurth vertreten war. Die regelmäßigen Sportwettkämpfe und Turniere und der Mailauf durch den Harsumer Wald seinen besondere Fitmacher. Auch die geplante Schul-AG „Volleyball", die von der MTV Spielgemeinschaft (SG) Harsum-Borsum organisiert wird, zähle dazu. Dafür gab es von Jens Kollmann als Vertreter der SG und des Schulelternrates schon mal drei Volleybälle zum Einspielen. Glückwünsche gab es auch von Harsums Bürgermeister Gundolf Kemnah und der Vorsitzenden des Fördervereins der Schule, Heike Ritter. Kinder der ersten vierten Klassen präsentieren sich auf der Bühne ganz sportlich. Dabei ernteten besonders die kleinen Mäuse der Klasse 1c mit dem Mäusetanz Sonderapplaus. Angelina aus der Klasse 1a und Artur (1c) durften aus Anlass ihres Geburtstages das Zertifikat und die Ehrentafel tragen, die jetzt am Eingang der Schule angebracht werden soll.

Fachkonferenzleiterin Beke Malte, Gudula Rehkate und Benno Janot von der Landesschulbehörde, Schulleiterin Elisabeth Paetow und Trainerin Nicoletta Stamme (von links) nach der Auszeichnung. Artur und Angelina mit der Ehrentafel und dem Zertifikat.
Foto: Wiechens

Die kleinen „Mäuse" aus der Klasse 1c präsentierten sich zur Feier des Tages beim Mäusetanz ganz sportlich.
Foto: Wiechens

Aus dem Schulleben
Mädchen-Mini-WM 2011
Die Mädchenmannschaft der Grundschule Harsum hat im Mai an einem Fußballturnier des Niedersächsischen Fußballverbandes in Hannover - Badenstedt teilgenommen.
Voller Vorfreude starteten wir zu diesem großen Turnier.
Die Auslosung brachte uns mit der GS Rosenbusch (späterer Sieger), der Grundschule Bockenem (späterer Dritter), der Astrid-Lindgren Schule und der GS Lauenau in die Gruppe C.
Unser erstes Spiel verloren wir gegen die GS Rosenbusch nach zwei Gegentoren kurz vor Spielende mit 2:4. Die GS Bockenem konnten wir anschließend mit 5:3 besiegen. Da wir das dritte Spiel 1:4 verloren haben, mussten wir gegen die Grundschule aus Lauenau gewinnen, um in die Finalrunde einzuziehen.
Unsere Trainerin, Frau Stamme und einige mitgereiste Eltern feuerten uns in diesem Spiel pausenlos an. Kurz vor Schluss führten wir mit 2:1, leider erzielten die Lauenauer Mädchen dann aber noch den Ausgleich. Nur wenige Sekunden haben uns zur Finalrunde gefehlt - schade!
Trotz der ersten Enttäuschung, bei der auch ein paar Tränen kullerten, waren wir alle stolz auf unsere Leistung - denn unsere Gruppengegner waren sehr stark. Alle Spiele waren 8 Minuten lang. Wir spielten in einem „Käfig" auf kleine Tore ohne Torwart.
Nach einem letzten Platzierungsspiel belegten wir den 10. von 15 Plätzen.
Ein besonderes Highlight war das Treffen mit Britta Carlson. Sie war Nationalspielerin und wurde 2005 Europameisterin, DFB-Pokalsiegerin und Uefa-Cup Gewinnerin. 2006 feierte Sie mit dem 1. FFC Turbine Potsdam die Deutsche Meisterschaft. Meist spielte sie im defensiven Mittelfeld oder der Abwehr. Dabei hat sie 31 Länderspiele gemacht.
Gegen 14.30 Uhr haben wir uns nach der Siegerehrung auf den Heimweg gemacht.
Es war zwar ein sehr anstrengender, aber auch toller Tag -und es hat uns allen sehr viel Spaß gemacht!!!
Maya Knörenschild und Nina Reinecke ( Kl. 4b )
Drei Fotos vom Turnier



Harsumer Schüler treten in TUI-Arena auf
Proben für landesweites Schulprojekt „Klasse! Wir singen" laufen auf Hochtouren / 5125 Mädchen und Jungen aus dem Landkreis dabei
Harsum (mb). Wenn Musiklehrerin Julia Birkenfeld das Lied „Hab `ne Tante aus Marokko" anstimmt, sind die Kinder Feuer und Flamme. Bei den Proben für das landesweite Schulprojekt „Klasse! Wir singen" steht dieses Lied ganz weit oben auf ihrer Hitliste. Alle zwölf Klassen der Harsumer Grundschule sowie die Mädchen und Jungen des Schulkindergartens bereiten sich derzeit intensiv auf ihren großen Auftritt in der TUI-Arena in Hannover vor.
Niedersachsenweit haben sich rund 135000 Kinder aus mehr als 1240 Schulen für die rund 80 Liederfeste in neun großen des Landes angemeldet. Damit werden jede dritte Grundschule und jede vierte weiterführende Schule (inklusive der Förderschulen) an den Liederfesten teilnehmen. Allein für die neun Liederfeste in der TUI-Arena in Hannover haben sich 33144 Schülerinnen und Schüler angemeldet. 5125 Kinder aus dem Landkreis Hildesheim werden mit von der Partie sein.
„Wir wollen, dass landesweit wieder mehr in den Schulen und in den Familien gesungen wird", erläutert der Braunschweiger Domkantor Gerd-Peter Münden, der mit dem Verein „Singen e.V" das Projekt initiiert hat. Im Übrigen habe das Singen eine enorme Wirkung. So könne es als Sprachförderung für Migranten dienen und es fördere das Gemeinschaftsgefühl. Als Beispiel nennt Münden die Friedrich-Ebert-Schule in Hannover Badenstedt mit einem Migranten-Anteil von 60 Prozent. Seit dort im Unterricht regelmäßig gesungen werde, habe sich das soziale Miteinander und das Selbstwertgefühl der Schülerinnen und Schüler positiv verändert.
„Ich finde das Projekt toll", unterstreicht Julia Birkenfeld. Musik sei ohnehin das dankbarste Unterrichtsfach. Eine Schulstunde Musik in der Woche sei ihrer Meinung nach auch eigentlich zu wenig. Deshalb finde sie es gut, jetzt mit den Kindern einmal über das normale Maß hinaus musizieren zu können.
Birkenfeld leitet an der Harsumer Grundschule auch den Schulchor mit 42 Kindern. Obwohl die Kinder nicht nur mit ihr, sondern auch mit ihren Klassenlehrerinnen für ihren großen Auftritt üben, hat die 42-Jährige immer einen genauen Überblick, auf welchem Stand die einzelnen Klassen sind. „Wir haben jetzt wohl so 13 oder 14 der insgesamt 16 Lieder drin", berichtet Birkenfeld. Die zwei Wochen bis zu den Osterferien wolle sie die Mädchen und Jungen noch ihren Kolleginnen überlassen. „Die restlichen vier Wochen werde ich dann wohl jeweils mit 60 bis 80 Kindern in der Pausenhalle üben", sagt sie.
Begeisterung ist bei den Kindern auch zu spüren, wenn sie das neue Kinderlied „Meine Biber haben Fieber" singen. „Da haben die Schüler auch einige Strophen neu erfunden und die singen wir einfach mit", sagt Birkenfeld.
Zum Üben für das Liederfest haben die Kinder CDs und Liederbücher bekommen. Neben älteren und neueren Kinderliedern stehen auch bekannte Volkslieder wie „Kein schöner Land in dieser Zeit" oder der von Cat Stevens bekannt gemachte Oldie „Morning has broken" auf dem Programm.
„Am Anfang habe ich viel Überzeugungsarbeit leisten müssen, damit wir an diesem Singprojekt überhaupt teilnehmen", so Birkenfeld rückblickend. „Gerade die fachfremden Kolleginnen hatten natürlich eine gewisse Schwellenangst", fügt sie hinzu. Die meisten Elternvertreter seien allerdings sofort dafür gewesen. So habe der Schulchor schließlich auf dem Weihnachtsmarkt gesungen und dort Spenden gesammelt, damit die sechs Busse bezahlt werden können, mit denen die Schülerinnen und Schüler zu ihrem Auftritt nach Hannover fahren werden.
Auf die Frage, ob sie denn das Gefühl habe, dass jetzt auch die Eltern zu Hause mit ihren Kindern mehr singen, antwortet die Musiklehrerin zurückhaltend. „Ich glaube nicht. Bei unseren Kindern daheim wurde glaube ich schon immer recht viel gesungen", sagt sie. Neu sei für sie jetzt aber die Erfahrung des altersübergreifenden Singens an ihrer Schule. „Da schnappt sich dann ein Drittklässler einen Erstklässler und bringt ihm das Lied „Zwei kleine Wölfe" bei.
Die Kinder selbst sind natürlich gespannt auf ihren Auftritt am 29. Mai in der TUI-Arena. „Ich freue mich schon riesig", sagt die neunjährige Anna Lena Nebe. Und Luisa-Marie Jung (9) meint: „Musikunterricht ist einfach cool."
Ball über die Schnur - Turnier der Grundschulen in Giesen am 16.02.2011
Fotoserie:
Beim Aufwärmen

Zwischen den Spielen

Nach den Spielen mit Frau Weise

Nach den Spielen mit Frau Stamme
Freude und nur leichte Enttäuschung über den zweiten Platz
Bei der Siegerehrung
